Am Sonntag ist unser Namensgeber, Hans Tilkowski, verstorben. Lebensmut, Tatendrang und Herzlichkeit sind nur drei Attribute, die diesen außergewöhnlichen Menschen beschreiben. Vorbild, Idol und Identifikationsfigur- all das verkörperte Hans Tilkowski in einer Person. Wir, die gesamte Schulgemeinschaft, sind stolz darauf, seinen Namen tragen zu dürfen!

Seit 2008 heißen wir Hans-Tilkowski-Schule. Dabei hat es sich Hans-Tilkowski nicht leicht gemacht mit der Namensgebung, war ihm doch klar, dass er sich entweder mit seinem vollen Einsatz der Schule widmet oder gar nicht. Aus seinem vielfältigen sozialen Engagement heraus wusste er, was es heißt, sich für andere einzusetzen, nichts, was man so nebenbei erledigt. Zu diesem Zeitpunkt hat niemand von uns geahnt, was das heißen sollte.

Unvergesslich wird sein Umgang mit den Schülerinnen und Schülern bleiben. Er musste sie nur anlächeln und bekam ein Strahlen zurück, sei es bei spontanen Besuchen an unserer Schule, in denen er einfach mal am Unterricht teilnahm oder aber bei zahlreichen Festen und Veranstaltungen. Hans Tilkowski war eine Persönlichkeit, die immer die Nähe suchte und Nahbarkeit schenkte.

Besonders am Herzen lagen ihm die Kinder aus den Vorbereitungsklassen. Integration war ihm eine Herzensangelegenheit, jedes einzelne Schicksal rührte ihn nicht nur, sondern jedem einzelnen Schicksal schenkte er seine ganze Aufmerksamkeit. Dazu brauchte er keine Sprache und keinen Dolmetscher: „Der Fußball spricht alle Sprachen“, das war sein Motto.

Unvergessen wird sein unnachgiebiger Einsatz für die Errichtung unseres Minifußballfeldes im April 2014 bleiben. Zwei Jahre lang hat Hans Tilkowski mit schier nie endendem Mut und nie endender Kraft dafür gekämpft, dass die Schüler ihren Bolzplatz bekommen. Auch heute, sechs Jahre später, gibt es kaum eine Minute, in der nicht auf dem Platz gespielt wird.

Es gab wohl kaum einen Ort, an dem Hans Tilkowski nicht von „seiner Schule“ sprach, im Wembleystadion ebenso wie im Stadion von Borussia Dortmund. Auf diese Weise durften wir zahlreiche Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und der Medienwelt in seinem Namen an unserer Schule begrüßen. Auch hier gelang es ihm immer wieder die Schule und die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt zu rücken, er selbst nahm sich stets in diesen Momenten zurück, so wie es seine nur ihm eigene Art war.

Die höchsten Auszeichnung die die Schule mit ihm erlangte war der „Deutsche Schulsportpreis 2012“ sowie der „DFB-Integrationspreis“ im Jahr 2018. Eine Schule im Ausnahmezustand!

Durch unsere Arbeit und durch unser Tun wollen wir ihm unsere Ehre erweisen. Für all das, was er uns gesagt und für uns getan hat, sagen wir in tiefster Trauer: Danke!

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